![lukrezia [feat the evil twins]](banner_website1.jpg)
![]() ![]() 18. - 20. Juni 2010
Vernissage: Freitag 18.juni 2010 19.30 Peter Münster, Lukrezia und Thomas Zinnbauer zeigen in der Alten Schieberkammer der Wiener Wasserwerke ein therapeutische Werkschau ihrer neuesten Arbeiten der gegenständlich figurativen und der naturalistischen Ölmalerei. Es wird zu einem kleinen Buffet von Gasthaus Osterer aus Tribuswinkel geladen, sowie zur Verkostung niederösterreichischer Spitzenweine aus Traiskirchen. Öffnungszeiten: Samstag 20.Juni 14-20.00 und Sonntag 21.Juni 14-18.00 Veranstaltungsort: Alte Schieberkammer, Wiener Wasserwerke, Meißelstrasse 20 (Ecke Eduard-Sueß-Gasse), 1150 Wien Zu den Künstlern Peter Münster: Geboren 1951 in Wien, studierte an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, wurde anschließend Lithograph und ist seit 1990 als freischaffender Maler mit Ausstellungen in Wien und Umgebung, tätig. Lebt und arbeitet in Siegenfeld bei Baden. www.petermünster.at Lukrezia: Geboren 1980 in Wien, studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Porträtmalerei in Wien und Salzburg und widmet sich seit 2006 der gegenständlichen Ölmalerei, die sich hauptsächlich mit dem Thema Gewalt beschäftigt. Seit 2007 stellt sie in Wien und Umgebung aus. Lebt und arbeitet in Wien. www.lukrezia.org Thomas Zinnbauer: Geboren 1966 in Wien, widmet sich seit 1998 seinem einzigartigen Stil und nimmt an zahlreichen Ausstellungen und Kunstmessen im In- und Ausland teil. Seit 2008 Keramikgestaltung, Taschen- und Cardesign. Lebt und arbeitet in Traiskirchen. www.immerland.at |
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Kindheitsträume und –traumata als kritische Auseinandersetzung in Bildern
Das
Ergebnis ist ein Mensch, der sein inneres Kind und dessen Gefühle erstickt und
dabei Gefahr läuft, seine Echtheit zu verlieren.
Das Resultat sind Bilder von zerrütteten Gefühlswelten, die überall auf den Wegen liegen gelassen wurden - ein totes, dunkles Bündel unbeachtet in jeder Ecke. Die expressiven Porträts versuchen verblasste Abbilder zu entwirren und - nach vielen emotional unterernährten Begegnungen – Übriggebliebenes und vermeintlich Unansehnliches genauer zu betrachten.
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Peter Münster und Constanze-Catharina Czutta zeigen Bilder von versteiften Gefühlswelten, die überall auf den Wegen liegengelassen wurden. Ein totes, dunkles Bündel unbeachtet in jeder Ecke. Die Gemälde wollen ein verkrustetes, verblasstes Abbild der üblichen Blickrichtung entwirren und - völlig unspektakulär - Unansehnliches genauer betrachten.
Peter Münster, geboren 1951, studierte an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt und lief zur Malerei über, nachdem ihn die Lithografie - und Schlimmeres - doch 21 Jahre fest hielt. Mittlerweile will er nicht mehr wegsehen und lässt andere bei mehreren Ausstellungen in Wien und Umgebung - Galerie Markl, Haus Wittgenstein, Galerie Doris Wolf, Schloß Tribuswinkel uvm. - hinsehen. Constanze-Catharina Czutta, geboren 1980, studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Porträtmalerei, und kann mittlerweile als Lukrezia [feat the evil twins] auch nicht umhin - nach vielen emotional unterernährten Begegnungen - Übriggebliebenes genauer zu betrachten. Diesen Versuch der Entmotorisierung konnte man bisher auf mehreren Ausstellungen - Arena, Ragnarhof, Soho in Ottakring uvm. - untersuchen. |
„Gesichter
der Heimat“
Die
Geografie der „Anderen“ als partizipatives Kunstprojekt
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Die
beiden an diesem Projekt mitwirkenden Künstler –
Constanze-Catharina Czutta und Armin Rudolf Weinrath – wollen mit
Hilfe unterschiedlicher Medien einerseits partizipativ,
prozessorientiert und interaktiv, andererseits mit einer
„klassischen“ Ausstellung - einen kritischen Zugang zur glatten
Oberfläche einer vermeintlich integrierten multikulturellen
Vielfalt finden und den Gefühlsbereich einer
Gesellschaftsschicht untersuchen, die zwischen Zwängen, Ängsten
und Barrieren eine Heimat finden soll.
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Die Ausstellung wird zeitgleich mit „SOHO in Ottakring“ am 17. Mai mit einer Vernissage eröffnet. Am Sonntag, 18. Mai, wird eine „literarische Matinee“ mit einer Lesung von Armin Rudolf Weinrath stattfinden. Während des Festivals wird es weitere Termine mit „Künstler-, Autoren- und Kuratorengesprächen“ geben. Constanze-Catharina Czutta wird ihren Zugang zum Thema einerseits „statisch“ in Form einer Ausstellung eigener Werke (Porträtmalerei) darstellen. Andererseits wird sie im Vorfeld „mobil“ im öffentlichen Raum um den Brunnenmarkt Menschen zu ihren Befindlichkeiten vor Ort interviewen und fotografieren und auf Basis dieser Erfahrungen Porträts malen. Die Resultate dieser Spurensuche sind „work in progress“. Ein Projekttagebuch wird die Entstehungsschritte dieser Ausstellung dokumentieren. Die Besucher bzw. Gäste des C.I. sind Bestandteil der Ausstellung. Sie werden befragt, sollen Stellung beziehen und Kommentare abgeben. Armin Rudolf Weinrath wird im Rahmen des Projektes Texte verfassen und bei einer Matinee vortragen. Die Texte werden als Ergänzung und Spiegelung zu und bezugnehmend auf Czuttas Bilder ausgestellt. Die Ausstellung soll nicht mit gefälliger Hängung auskommen müssen, sondern wird mit Hilfe verschiedener Religionen und Traditionen unübliche Gestalt annehmen. Weinrath wird sich, wie er es selbst definiert, „literarisch der Interkulturalität und ihren verschiedenen Zeichen in einer möglichen Sprachform, die vor allem durch das Experiment gekennzeichnet ist“, nähern. Weiters möchte er „die Chancen dieser Interkulturalität, vor allem ihre Kreativität und aufklärerische Möglichkeit für das Individuum und unsere Gesellschaft, in visueller Poesie zum Ausdruck bringen.“ Mag. phil. Constanze-Catharina Czutta wurde 1980 in Wien geboren. Sie studierte an der Hauptuniversität Wien Kunstgeschichte (Spezialgebiet: Porträtmalerei in der Renaissance in Österreich). Seit 2007 stellt sie aus, vorwiegend gemalte Porträts, die verschiedene Emotionen widerspiegeln. Ihre erste große Einzelausstellung war im November 2007 im Ragnarhof in Wien 16. Weitere Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen waren 2008 „soul, funk, jazz - meets art" (Gruppenausstellung gemeinsam mit Peter Münster, David Lara, Adrian Boboc, Birgit Dirnbacher, Katja Kabelka) in Baden sowie in der Arena 1030 Wien. Lebt und arbeitet in Wien. Mag. phil. Armin R. Weinrath wurde 1978 in Wien geboren und ist Schriftsteller und Lyriker. Er studierte Philosophie, Religionswissenschaft und Psychologie an der Universität Wien. Studien zu Literatur und Sprachkunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Regelmäßige Lesungen, 2007 bei der Ausstellungseröffnung von Constanze Catharina Czutta im Ragnarhof, zuletzt März 2008 experimentelle Lyrik und Kurzprosa im Rahmen von „Buch im Beisl“, C.I. gemeinsam mit F.F. Buchner. Publikation in Arbeit. Lebt und arbeitet in Wien. |
| Porträts zwischen Schuld und Sühne Constanze Catharina Czuttas Seelenbilder
Constanze Catharina Czutta zeigt vom 24. – 30. November 2007 in ihrer
ersten Einzelausstellung im Ragnarhof Porträts als Spiegel menschlicher
Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen.
Starke Gefühlsregungen, unangenehme Situationen, Verzweiflung, Hemmungen, verborgene Sehnsüchte und vor allem die persönliche Erkenntnis stehen im Mittelpunkt der Arbeiten der jungen, bislang unbekannten Malerin Constanze Catharina Czutta. Der Kampf mit seinem Inneren, der Umgang mit Emotionen und die Intoleranz gegenüber den eigenen Schwächen sind für Czutta die häufigsten Gründe für die Zerstörung der Persönlichkeit, Vernichtung von Kreativität, Unabhängigkeit und Freiheit. Die gedankenlose Zustimmung zu negativen Einflüssen, die aus Bildung, familiärem Umfeld, Medien und Religion resultieren, ist ein weiteres Themengebiet, mit dem Czutta sich auseinandersetzt und es immer wieder reflektiert. Wo, wenn nicht im menschlichen Antlitz spiegeln sich Emotionen und Reaktionen? Czutta hat sich – auch aus der Not heraus, kein anderes Modell als sich selbst zur Verfügung zu haben – eingehend mit ihrer eigenen Person, mit ihren Befindlichkeiten und Seelenzuständen, mit dem Chaos ihrer Gedanken und Gefühle beschäftigt. Das Resultat ist eine Reihe von expressiven, überrealistischen Selbstporträts, zumeist Ölmalerei, die ihre Gefühle, aber auch menschliche Tugenden und Laster in unterschiedlichen Variationen wiedergeben. Die Verletzbarkeit – sei sie nun physisch oder psychisch – thematisiert sie in der Serie „Blutnasen“ – die blutige Nase, die man sich holt, wenn man an Grenzen stößt, aneckt oder wenn Gewalt von außen ausgeübt wird. Schuld und Sühne, das Gefangen- und Verstrickt-Sein in gesellschaftlichen Zwängen, der Wunsch nach Freiheit sind weitere Aspekte, die sie mit Hilfe der Malerei zum Ausdruck bringt. "Selbstauferlegte Verbote, Sünden und moralische Werte, Laster, Ängste, unterdrückte Sehnsüchte; die daraus resultierenden Zwänge faszinieren mich und beschäftigen mich immer wieder. Ich habe begonnen mich mit meinem gefühlsmäßigen Umfeld auseinander zu setzen, hatte aber nicht die Möglichkeit, jedoch das dringende Verlangen, mich auszudrücken. Die Malerei schien mir das geeignete Mittel, da ich Bilder im Kopf hatte, die ich mit den Augen sehen wollte. Ich wollte Emotionen bildlich so darstellen, dass sie berühren können und nachdenklich machen“, sagt Czutta über ihre Arbeiten. Die Porträtmalerei (der Renaissance in Österreich) war auch während ihres Kunstgeschichtestudiums an der Universität Wien, das sie mit Mag. phil. abgeschlossen hat, ihr Spezialgebiet. Bisher hat Czutta erst einmal öffentlich ausgestellt – im Juni 2007 in der Arena Wien. Die Resonanz darauf war jedenfalls so ermutigend, dass sie jetzt einen weiteren Schritt in die Öffentlichkeit wagt. |
Eröffnungsrede zur Vernissage "mea culpa?" vom 24.11.2007
Autor: [galerie]studio 38
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Willkommen beim 96. Event der [galerie]studio38 - zum ersten Mal im Ragnarhof und zum ersten Mal mit Constanze Catharina Czutta, einer „neuen“ und so wie ich meine, auch vielversprechenden jungen Künstlerin, bei ihrer ersten großen Einzelausstellung. |
| Ein Selbstbildnis oder Selbstporträt ist eine Selbstdarstellung der Physiognomie eines bildenden Künstlers mit den Mitteln der Malerei, Grafik, Plastik oder Fotografie. Die Möglichkeit der Darstellung variiert dabei je nach der Größe des Bildausschnittes zwischen Kopfstück, Brustbild, Hüftbild (halbe Figur), Kniestück (Porträt vom Kopf bis zum Knie) bzw. nach der Haltung oder Wendung der Figur, besonders des Kopfes, von vorn (en face) oder von der Seite genommen (en profil), als Halb- oder Dreiviertelprofil. |
| Die ersten Selbstbildnisse soll es bereits in der Antike gegeben haben. Der griechische Bildhauer Phidias soll sich etwa auf dem Schild der von ihm geschaffenen Statue der Athena Partenos selbst abgebildet haben. |
| Aus der mittelalterlichen Kunst sind kaum Selbstporträts überliefert. |
| Seit der Renaissancezeit jedoch hat sich der Künstler, der nun nicht mehr bloßer Handwerker war, sondern sich den Philosophen, Literaten und Wissenschaftlern der Zeit gleichwertig erachtete, im Selbstporträt ein Denkmal gesetzt. Neben der Auseinandersetzung mit der eigenen Physiognomie als allgegenwärtigem und billigem Modell zeugen viele Selbstbildnisse auch von der inneren Auseinandersetzung des Künstlers mit sich selbst, mit den eigenen sich wandelnden Stimmungen und der eigenen Vergänglichkeit. |
| In der Malerei hat das Porträt seit dem 17. Jahrhundert sehr stark an Bedeutung gewonnen. Fast alle namhaften Maler haben sich seitdem insbesondere als Auftragsmaler intensiv mit Porträts befasst und dadurch zur Entwicklung einer großen Darstellungsvielfalt beigetragen. Seit dem 19. Jahrhundert hat die Fotografie als Darstellungsmedium die Porträtmalerei ergänzt. |
| Czutta hat – wie oben beschrieben – aus der Not, nur sich selbst als allgegenwärtiges „billiges“ Modell zur Verfügung zu haben, eine Tugend gemacht und sich eingehend mit ihrer eigenen Person, mit ihren Befindlichkeiten und Seelenzuständen, mit dem Chaos ihrer Gedanken und Gefühle und ihren Selbstzweifeln beschäftigt. Daraus resultiert auch der bewusst provokant gewählte Titel der Ausstellung „mea culpa? Porträts zwischen Schuld, Sühne und Erkenntnis“. |
| Das Ergebnis ist eine Reihe von expressiven, überrealistischen Selbst-porträts, zumeist Ölmalerei, die ihre Gefühle, aber auch menschliche Tugenden und Laster sehr variantenreich wiedergeben. Die Verletzbarkeit – sei sie nun physisch oder psychisch – thematisiert sie in der Serie „Blutnasen“ – die blutige Nase, die man sich holt, wenn man an Grenzen stößt, aneckt oder wenn Gewalt von außen ausgeübt wird. Das Gefangen- und Verstrickt-Sein in gesellschaftlichen Zwängen, der Wunsch nach Freiheit, Schuld, daraus resultierend Erkenntnis und letztendlich Sühne, sind weitere Aspekte, die sie mit Hilfe der Malerei zum Ausdruck bringt. |
| Das Alter ego „Lukrezia“, dessen sich Czutta bedient (nach einer Figur aus der römischen Antike, die Moral und Tugendhaftigkeit für sich beansprucht und sich dabei selbst widerspricht), spiegelt gleichsam die Widersprüche, die in den Bildern symbolhaft dargestellt werden. |
| Wir freuen uns, dass es zu den Werken, deren Entstehungszeit und damit auch künstlerische Chronologie Czutta hervorragend dokumentiert hat, auch Texte – Lyrik und Prosa - zum Nachlesen gibt. Sie ergänzen und runden das hier Dargestellte ab und bieten für Sie bzw. Euch als Publikum ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten, sich mit der Bilder- und Gedankenwelt der Künstlerin intensiv auseinanderzusetzen, die „Emotionen bildlich so darstellen wollte, dass sie berühren können und nachdenklich machen.“ |
| Post Scriptum: Die Ausstellung ist bis 30. November zu sehen,
täglich von 17-22 Uhr, am 30. November ist Finissage.
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