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Zur Ausstellung "kindheitstraum(a) - paradies mit ablaufdatum"
¤ “Dieses
Kind mit seinem naiven Blick auf das Leben war der Kompass, der ihnen
den Grad ihrer Abweichung von dem, was sie wohl wussten, aber
nicht wissen wollten, anzeigte.”
Leo N. Tolstoi (1828-1910), Anna Karenina
¤ “Es
gibt nichts Wunderbareres und Unbegreif-licheres und nichts, was uns
fremder wird und gründlicher verloren geht als die Seele des
spielenden Kindes.”
Hermann Hesse (1877-1962), Eine Stunde Hinter Mitternacht
¤ “Ja! ein göttliches Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist.”
Friedrich Hölderlin (1770-1843), Hyperion
¤ “Und
ich habe viel über die Kinder nachgedacht, die mit ihren
weißen Kieseln spielen und sie verwandeln: Sieh doch, sagen sie,
dort marschiert ein Heer und dort sind die Herden: Der
Vorübergehende aber, der nur Steine sieht, weiß nichts vom
Reichtum ihrer Herzen.”
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), Die Stadt in der Wüste
¤ “Ich
kann mir keinen Zustand denken, der mir unerträglicher und
schauerlicher wäre, als bei lebendiger und schmerzerfüllter
Seele der Fähigkeit beraubt zu sein, ihr Ausdruck zu verleihen.”
Michel de Montaigne (1533-1592)
¤ “Laßt uns Achtung haben, wenn nicht Demut, vor der hellen, klaren, unbefleckten, heiligen Kindheit.“
Janusz Korczak (1878-1942), Das Recht des Kindes auf Achtung
¤ “Halt
mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die
nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern
verneigt.”
Khalil Gibran (1883-1931)
¤ “Du
hast deine Kindheit vergessen, aus den Tiefen deiner Seele wirbt sie um
dich. Sie wird dich so lange leiden machen, bis du sie
erhörst.”
Hermann Hesse (1877-1962), Narziß und Goldmund
¤ “In
den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und
Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, dass es
stillsitzt und den Mund hält.”
Johann Nestroy (1801-1862)
¤ “Schule
ist jenes Exil, in dem der Erwachsene das Kind solange hält, bis
es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu
stören.”
Maria Montessori (1870-1952)
¤ Die Seifenblasen sind Sinnbild einer unbeschwerten
und märchenhaften Welt; leicht und finster zugleich. Sie lassen die Zeit
langsam erstarren und lenken den Blick auf das Wesentliche, beleuchten das
Geschehen. Eine zeitlose Momentaufnahme, die die Sinne schärft.
¤ Rebell against the grain
Eine Kindheit voller psychischer und physischer
Gewalt in Form von Zwängen, Druck und Missbrauch kann die Fähigkeit als
Erwachsener nach Freiheit und Unabhängigkeit zu streben, zerstören. Wenn man
nicht aufsteht und kämpft, geht die eigene Originalität verloren.
¤ Rebell like hell (Im Krieg mit der Kindheit)
Ein Kind, das zwischen
Schuldgefühlen und Sehnsucht in seinem eigenen Krieg mit der Kindheit um die
Liebe seiner Eltern kämpft, zwängt sich dabei in eine viel zu große Rolle, die
es noch nicht bereit ist zu spielen.
¤ Angst hat den Bären stark gemacht
Angst vor dem Verlassenwerden
und Alleinsein. Angst kann stark machen, aber auch blinde Wut hervor bringen.
¤ Eine
Kinderseele ist keine Trutzburg
Jede Mauer lässt sich durch genügend Gewalteinwirkung niederreissen.
¤ Die gute Erziehung
Konformität, Starrheit und Gleichgültigkeit als Ergebnis veralteter
Traditionen.
¤ Kindheitstraum(a)
Man kann die Augen zumachen, aber die Bilder
im Kopf nicht auslöschen.
¤ Zerbrochene Kindheit
Das Kind an den Pranger stellen, Schuld injiziieren, elterliche Obhut
zum Gefängnis machen.
¤ Spielplatzmord
Die leblose Mädchenfigur dient als Sinnbild für die weggesperrte bzw
abgetötete Kindlichkeit in Form von bedrängter Kreativität, Fantasie und Mut.
Die Seifenblasen stellen einerseits die kindliche Leichtigkeit, als Sinnbild
einer schwerelosen und märchenhaften
Welt dar, dienen andererseits als Instrument zur Fokussierung des Geschehens.